Spielen

Das Spiel mit den Händen beginnt bereits, wenn dein Kind sehr jung - noch ein Baby - ist. Sehr gut für  erste Spiele mit Kindergebärden ist der Wickeltisch geeignet. Dein Kind liegt vor dir und kann dich und deine Hände gut sehen. 

Auch Nachschau-Lieder, bei denen Du passend zum Text die Finger und Hände bewegst sind für junge Babys geeignet. Dein Kind erfährt dadurch, dass Du "mit den Händen sprichst" und wird immer öfter interessiert zuschauen.

In meinem Buch "Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit Kindergebärden" findest du einige Reime, die ich insbesondere für das Spielen mit Babys (am Wickeltisch) mit Kindergebärden geschrieben habe

Ist dein Kind 12 Monate und älter und zeigt es bereits "Winke-winke" zum Abscheid oder zeigt es "wie groß" es ist, dann kannst du immer mehr Kindergebärden einführen.  Mit Spaß und Spiel geht es am Besten. 

Auch wenn dein Kind bereits gut spricht, der Spaß mit Kindergebärden kann weiter gehen. Viele Spiele könnt Ihr mit Gebärden spielen. Z.B. "Mein rechter, rechter Platz leer, ich wünsche mir ...."

Wie dieses Spiel und viele andere Spiele mit Kindergebärden gespielt werden, erkläre ich in meinem Buch "Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit Kindergebärden


Singen

Singen fördert die emotionale Bindung zwischen Dir und Deinem Kind. Wenn Du mit Deinem Kind singst, teilst Du Deinem Kind mehr von ihrer Persönlichkeit und Deinen wahren Gefühlen mit, als wenn Du nur mit ihm sprechen würdest.

Wenn Du Lieder mit Kindergebärden begleitest, erhält Dein Kind auch Sinnesanregungen für die Augen und das Ohr.

Sobald DeinKind beginnt, die Kindergebärden nachzuahmen, wird die Motorik der Hände gefördert.

Diese Sinnesanregungen machen Kinder klug, denn das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften wird unterstützt. Und weil das Ganze noch sehr viel Spaß macht, fördert es das Selbstbewusstsein.

Durch dieses Singen entwickelt das Kind viele wichtige Eigenschaften:

  • Kreativität,
  • Phantasie,
  • sich selbst hören,
  • mit der Musik in der eigenen Phantasiewelt leben,
  • Entwicklung des Sprachsinnes,
  • Erweiterung des Wortschatzes,
  • eine bessere Aussprache usw

Singe mit Deinem Kind, benutze Kindergebärden dabei und lege so den Grundstein für diese Eigenschaften. 


Erzählen 

Kindergebärden kannst Du gut beim Betrachten von Bilderbüchern mit Deinem Kind  nutzen.   
                          
Dein Kind erhält so die Möglichkeit sich aktiv am "Gespräch" zu beteiligen.
Es kann Dir mit Kindergebärden zeigen, was ihn interessiert und wiedererkennt. Außerdem kann Dir dein Kind mit Kindergebärden deutlich machen, welches Buch es "lesen" möchte.

Babys lieben Bilderbücher, in dem Gegenstände abgebildet sind, die sie aus ihrem Alltag kennen: 

  •  Essen und Trinken
  • Spielzeug, Teddys und Puppen
  • Fahrzeuge
  • Tiere

Suche ein Bilderbuch aus, in dem viele Gegenstände abgebildet sind, die Dein Kind begeistern:

Ist Dein Kind ein Autofan? Liebt Dein Baby es zu baden? Mag es gerne zum Spielplatz gehen? 


Wenn Du das richtige Bilderbuch auswählst, kannst Du sicher sein, dass Dein Kind Dir gebannt zuhört und Dich aufmerksam beobachtet, wenn Du die Kindergebärden zeigen.

Sobald Dein Kind mit den abgebildeten Gegenständen und  den Kindergebärden vertraut ist, kannst du  "Wo?"-Fragen stellen: "Wo ist der Ball?", "Wo läuft der Hund?",  "Wo versteckt sich die Katze?"

Schon bald wird Dein Kind auf den gesuchten Gegenstand zeigen und vielleicht die Kindergebärde nachahmen.


Erweitere  das Vorlese-Spiel in dem Du weitere Fragen stellst - wie zum Beispiel: Was macht Teddy da?"  - Gebe  zunächst selber die Antwort und zeige dazu die passenden Kindergebärden: "Der Teddy trinkt Milch."  Antwortet Dein Kind mit einem Zeichen, dann lobe es: "Richtig, sehr gut, der Teddy trinkt Milch."