Was ist die Gebärdensprache?
Der Text ist in leichter Sprache geschrieben

Gehörlose Menschen haben eine eigene Sprache. Es ist eine Sprache die man sehen kann. Diese Sprache heißt Gebärdensprache. Sie besteht aus Gebärden. Die Gebärden werden mit den Händen und mit dem Gesicht gemacht.

Viele Leute glauben, dass die Gebärdensprache überall auf der Welt gleich ist. Aber das stimmt nicht. Jedes Land hat seine eigene Gebärdensprache.
Auch innerhalb eines Landes gibt es Unterschiede.
In Deutschland heißt die Gebärdensprache "Deutsche Gebärdensprache" (DGS). In Amerika heißt die Gebärdensprache "American Sign Language" (ASL). Und in Frankreich heißt die Gebärdensprache "Langue des Signes Français" (LSF).

Seit kurzer Zeit wird die Deutsche Gebärdensprache untersucht.

Das sollte man über die Gebärdensprache wissen:

  • Mit der Gebärdensprache kann man schwierige Sachen erklären. Die Gebärdensprache ist genauso gut wie die gesprochene Sprache.
  • Sie ist genauso viel wert wie jede andere Sprache.
  • Die Gebärdensprache ist keine Zeichensprache.
  • Die Gebärdensprache hat ihre eigenen Regeln. Die deutsche Gebärdensprache hat sehr viele Gebärden. Die Gebärdensprache ist nicht wie die gesprochene Sprache.

  • Die Gebärdensprache ist eine natürliche Sprache. Die Gebärdensprache hat sich über lange Zeit entwickelt. Sie ist keine erfundene Sprache.

  • Oft lernen gehörlose Menschen die Gebärdensprache von anderen gehörlosen Menschen. Zum Beispiel bringen gehörlose Eltern die Gebärdensprache ihren Kindern bei. Die Kinder bringen die Sprache dann anderen gehörlosen Kindern bei, die keine gehörlosen Eltern haben.
    Denn Eltern, die selbst nicht gehörlos sind, kennen oft die Gebärdensprache nicht gut.
    In Skandinavien oder in Amerika wird Gebärdensprache in vielen Schulen unterrichtet. Seit neuestem wird das auch in manchen Schulen in Deutschland gemacht.
Quelle: www.gebaerdenwerk.de